Release Monday

21.07.2025

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„Don’t Tap the Glass“ – Tyler, the Creator lädt uns zum Tanzen ein

Am 21. Juli 2025 hat Tyler, the Creator überraschend sein neues Studioalbum „Don’t Tap the Glass“ veröffentlicht – sein neuntes Solo-Werk in knapp einem Jahr seit „Chromakopia“. Wenige Tage zuvor teasete er den Release durch Kunstinstallationen bei seinen Tourshows und eine spezielle Website.

Konzeption & Stil

  • Kein Konzeptalbum und keine dicken Narrative – kein overthinken, nur Tanzen.
  • Tyler möchte, dass Hörer Musik spüren – ohne Handy, ohne Angst vor Viralität. Der Titel ist Metapher für Verzicht auf Selbstbeobachtung: nicht an die Scheibe tippen, sondern eintauchen.
  • Mit dem Alter Ego „Big Poe“ auf dem Opener zeigt Tyler seinen Ehrgeiz. Der Track sampelt Busta Rhymes’ Pass the Courvoisier Part II.

Sound & Highlights

Das Album kombiniert tanzbare Elemente aus G-Funk, L.A. Hip-Hop, New Orleans Bounce und Italo-Disco. Viele Tracks wirken wie kompakte Dancefloor-Skizzen, die durch überraschende Vocal-Features aufgelockert werden.

  • Pharrell Williams ist uncredited auf „Big Poe“ zu hören.
  • Daisy World liefert die Hook auf „Don’t You Worry Baby“.
  • Weitere Stimmen: Baby Keem und Madison McFerrin.

Top 5 Tracks

  1. „Sugar On My Tongue“ – Funkiger G-Funk mit Vocal-Synths, extrem tanzbar.
  2. „Sucka Free“ – R&B mit Flower-Boy-Vibes, entspannt und sommerlich.
  3. „Ring Ring Ring“ – 90s-House trifft Channel Tres und etwas MJ-Flair.
  4. „Don’t You Worry Baby / I’ll Take Care Of You“ – emotionaler Slow-Groove mit warmem Bass.
  5. „Tell Me What It Is“ – sanftes, melancholisches Outro mit lyrischer Tiefe.

Videos & Cameos

Zum Release erschien das Video zu „Stop Playing With Me“. Reduziert, farbintensiv – mit Cameos von LeBron James, Maverick Carter und Clipse. Tyler zeigt sich darin energetisch, minimalistisch, souverän.

Rezeption

  • Pitchfork lobt die Klarheit und Präzision: „vibrant, concise shift“.
  • Iowa Public Radio feiert das perfekte Sequencing und den musikalischen Flow.
  • Exclaim! nennt es ein „ideales Sommeralbum“.

Fazit

Mit „Don’t Tap the Glass“ schafft Tyler ein tanzbares, luftiges Werk, das stilistisch vielseitig und trotzdem kompakt bleibt. Es fühlt sich wie eine Befreiung an – weg von Konzeptdruck, hin zu Bewegung und Genuss. Ein mutiger, musikalisch fokussierter Schritt, der Tyler erneut als kreativen Grenzgänger bestätigt.

 

Fotocredit: Tyler the creator

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